P-KONTO BESCHEINIGUNG ONLINE ANFORDERN
SERVICE DER TLC RECHTSANWALTSKANZLEI



Informationen zur P - Konto Bescheinigung

Nach der Eröffnung eines P-Kontos erhalten Sie automatisch einen monatlichen Grundfreibetrag in Höhe von 1.133,80 €.  Wenn Sie aufgrund Ihrer persönlichen Verhältnisse mehr Geld für Ihren Lebensunterhalt benötigen, können Sie mit einer P-Konto Bescheinigung Ihren Grundfreibetrag erhöhen. Gegen Vorlage der P - Konto Bescheinigung ist die Bank verpflichtet, den Grundfreibetrag um die in der Bescheinigung ausgewiesenen Beträge zu erhöhen und an Sie auszuzahlen.

 

Beispiel: Sie sind verheiratet und haben zwei minderjährige Kinder, für die Sie Kindergeld beziehen. Ohne eine P - Konto Bescheinigung würden Sie lediglich den Grundfreibetrag in Höhe von 1.133,80 €. Mit einer P - Konto Bescheinigung erhalten Sie die nachfolgend aufgeführten Freibeträge, insgesamt 2.423,97 €:

 

 

  • 1.133,80 € Grundfreibetrag
  • 426,71 € (Unterhaltspflicht für erste Person)
  • 237,73 € (Unterhaltspflicht für weitere Person)
  • 237,73 € (Unterhaltspflicht für weitere Person)
  • 194,00 € (Kindergeld)
  • 194,00 € (Kindergeld)


Wo bekomme ich eine P - Konto Bescheinigung?

Nur bestimmte Stellen (z.B. Jobcenter, Steuerberater, Rechtsanwälte) dürfen eine P - Konto Bescheinigung ausstellen. Allerdings besteht keine Verpflichtung dieser Stellen, eine Bescheinigung auszustellen. Als Rechtsanwaltskanzlei stellen wir Ihnen die benötigte Bescheinigung schnell und unkompliziert aus. Nutzen Sie einfach unser online Auftragsformular.

 

P - Konto Bescheinigung sichert Freibetrag

Wenn Ihr Konto gepfändet wurde, müssen Sie dieses in ein P - Konto umwandeln, um sich gegen die Wirkungen der Kontopfändung zu schützen. Nach der Umwandlung Ihres Kontos in ein P - Konto erhalten Sie automatisch einen Grundfreibetrag in Höhe von 1.133,80 €, ohne dass Sie hierfür eine P - Konto Bescheinigung benötigen. Eine Bescheinigung benötigen Sie nur dann, wenn Sie Ihren Grundfreibetrag erhöhen wollen. Nachfolgend sind im Überblick die Fälle aufgeführt, in denen der Grundfreibetrag erhöht wird.


                      

Erhöhung des Grundfreibetrags wegen Unterhaltspflichten

Wenn Sie anderen Personen zum Unterhalt verpflichtet sind, erhöht sich Ihr Grundfreibetrag, da Sie aufgrund der Unterhaltspflicht mehr Geld für Ihren Lebensunterhalt benötigen. Für die erste Person, der Sie zum Unterhalt verpflichtet sind, erhöht sich der Grundfreibetrag um 426,71 € sowie für jede weitere Person um 237,73 €. Unterhaltspflichten bestehen nicht nur gegenüber Ehegatten und Kindern, sondern auch unter Lebenspartnern nach dem LPartG. Eine Erhöhrung des Freibetrags wegen Unterhaltspflichten wird auch bei einer Erwerbslosigkeit der unterhaltsverpflichteten Person gewährt, da Unterhalt auch durch Haushaltsführung erbracht werden kann. Für mehr als 5 Personen kann keine P - Konto Bescheinigung ausgestellt werden. In diesem Fall wird der Pfändungsfreibetrag durch das Vollstreckungsgericht festgesetzt. 

     

Erhöhung des Grundfreibetrags wegen Einkünften im Rahmen einer Bedarfsgemeinschaft

Wenn Sie für Personen, denen Sie zum Unterhalt verpflichtet sind, Sozialleistungen entgegen nehmen, erhalten Sie keine zusätzliche Erhöhung des Grundfreibetrags, da die Erhöhung schon aufgrund der Unterhaltspflicht gewährt wird (siehe oben). 


Eine Erhöhung des Grundfreibetrags kommt daher nur in Betracht, wenn Sie Sozialleistungen für sonstige Personen, entgegen nehmen, denen Sie nicht zum Unterhalt verpflichtet sind. Dieser Fall betrifft zum Beispiel Familien, bei denen ein Elternteil Kinder aus einer früheren Beziehung eingebracht hat (sog. Patchwork-Familie). 

     

Erhöhung des Grundfreibetrags durch Kindergeld

Der Grundfreibetrag wird um die Kindergeldbeträge erhöht; also zusätzliche Freibetrags-Erhöhung für das 1. und 2. Kind in Höhe von 194 €, für das 3.Kind in Höhe von 200 € und für jedes weitere Kind in Höhe von 225 €. Voraussetzung ist, dass das Kindergeld auch tatsächlich auf das gepfändete Konto gezahlt wird. Wird das Kindergeld auf ein anderes Konto (z.B. des anderen Elternteils) gezahlt, kommt eine Erhöhung des Freibetrags nicht in Betracht. Eine Erhöhung kommt auch dann nicht in Betracht, wenn die Kontopfändung gerade wegen einer Unterhaltsforderung erfolgte.

     

Erhöhung des Grundfreibetrags durch andere Geldleistungen für Kinder

Außer dem Kindergeld können in der P - Konto Bescheinigung auch andere Geldleistungen für Kinder bescheinigt werden. Diese Geldleistungen sind zum Beispiel Kinderzuschläge, Unterhaltsvorschüsse oder vergleichbare Rentenbestandteile für Kinder. Hiervon zu unterscheiden sind Geldleistungen an die Kinder selbst,  wie  zum Beispiel die Waisenrente. Solche Leistungen können nicht mit einer P-Konto Bescheinigung geschützt werden. Zum Schutz dieser Leistungen sollte entweder ein separates Konto für das Kind eröffnet oder ein besonderer Schutzantrag beim Vollstreckungsgericht gestellt werden.

     

Erhöhung des Grundfreibetrags aufgrund einmaliger Sozialleistungen

Einmalige Sozialleistungen sind Leistungen der Sozialhilfe, die nicht dauerhaft, sondern einmalig auf Antrag des Bedürftigen beim zuständigen Sozialamt erbracht werden. Diese Leistungen können auch dann gewährt werden, wenn sonst kein Anspruch auf Sozialhilfe besteht. Die Leistungen werden in Form von Geldleistungen für bestimmte Zwecke zur Verfügung gestellt, z.B. Erstausstattung für eine Wohnung oder bei Schwangerschaft, Kosten für eine Klassenfahrt. Soweit in der P - Konto Bescheinigung ausgewiesen, sind diese Leistungen von der Pfändung ausgenommen. 

     

Erhöhung des Grundfreibetrags durch Ausgleichszahlungen bei Mehraufwand

Wenn Sie laufende Geldleistungen zum Ausgleich des durch einen Körper- oder Gesundheitsschaden bedingten Mehraufwands beziehen, können Sie diese Geldleistungen mit einer P - Konto Bescheinigung vor der Pfändung schützen. Hierzu zählen nicht: Rente wegen Minderung der Erwerbsfähigkeit, Berufsschadenausgleich, Übergangsgeld, Mutterschaftsgeld, Verletztengeld und Krankengeld.

     

Reduzierung des Pfändungsfreibetrags

Bei einer Kontopfändung wegen einer Unterhaltsforderung kann das Vollstreckungsgericht auf Antrag des Gläubigers den Pfändungsfreibetrag auch reduzieren, da das Interesse des Unterhaltsberechtigten auf Durchsetzung seiner Unterhaltsforderung mehr wiegt als das Interesse des Schuldners auf Pfändungsschutz. Über die Reduzierung des Pfändungsfreibetrags entscheidet das Vollstreckungsgericht erst auf Antrag des Gläubigers. Lassen Sie sich daher auch im Falle einer Pfändung wegen Unterhalts zunächst eine P - Konto Bescheinigung ausstellen. 


Berechnen Sie Ihren Freibetrag auf dem P - Konto

Sie möchten wissen, wie hoch Ihr Freibetrag ist? Auf unserer Webseite können Sie Ihren persönlichen Freibetrag  genau ermitteln. Nutzen Sie hierzu einfach unseren Pfändungsfreibetrag-Rechner. Klicken Sie auf den oberen Link "P - Konto Bescheinigung jetzt anfordern". Anschließend können Sie im ersten Schritt des Auftragsformulars Ihren Freibetrag durch einfache Angaben unverbindlich und kostenlos abrufen.